18.09.2021

Seenotretter trainieren in der Lübecker Bucht den Ernstfall

DGzRS übt verschiedene Einsatzszenarien auf See – Besondere Schutzvorkehrungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie

Seenotrettungsboote helfen anderem Boot auf hoher See

Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Seenotrettern erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Hier sind die Seenotrettungsboote HERWIL GÖTSCH/Station Schleswig und WERNER KUNTZE/Station Langballigau im „Einsatz“.
Foto: Alexander Krüger

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Neustadt 2021 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Die Übung in der Lübecker Bucht vom 15. bis 19. September findet vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie unter besonderen Schutzvorkehrungen statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Acht DGzRS-Einheiten sowie drei Fahrzeuge ihrer Partner auf und über See nehmen daran teil.

Während der SAREx trainieren die Besatzungen vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Seenotrettern erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Auch medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Unterstützt wird die SAREx dabei durch Verletztendarsteller des Teams ETG (Emergency Training Group = Notfall-Trainings-Gruppe) von I.S.A.R. Germany.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Havarien und Unglücke sind jederzeit möglich. Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit.

Da das ständige Training entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist, wird die DGzRS die SAREx – wie bereits im vergangenen Jahr in Lauterbach auf Rügen – unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem außerordentlichen Schutz- und Hygienekonzept stattfinden lassen. Umfangreiche Maßnahmen im Hinblick auf die Gesundheit der Besatzungen werden vor und während der Übungstage für alle Teilnehmer verbindlich vorgehalten.

An der Übung teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer BERLIN (Station Laboe), FELIX SAND (Station Grömitz) und HARRO KOEBKE (Station Sassnitz) sowie von den Freiwilligen-Stationen die Seenotrettungsboote HENRICH WUPPESAHL (Station Neustadt), ROMY FRANK (Station Puttgarden), WOLTERA (Station Lippe/Weißenhaus), WERNER KUNTZE (Station Langballigau) und HERWIL GÖTSCH (Station Schleswig). Außerdem werden ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger, je ein Fahrzeug der Bundespolizei und des Zolls und – für realistische Szenarios – einige Schiffe und Boote als Havaristendarsteller bei der DGzRS-Übung dabei sein.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Zur Seite: DGzRS begeht erfolgreich ihren Tag der Seenotretter

Rund 40.000 Menschen besuchten Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote, informierten sich beim „Open Ship“ aus erster Hand über die Arbeit der Seenotretter und kamen mit den Besatzungen ins Gespräch. Traditionell findet der Tag am letzten Sonntag im Juli statt.

Titelblatt des Wandkalenders „… wir kommen 2025“ mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in voller Fahrt. Zur Seite: Seenotretter im Großformat: Kalender „…wir kommen 2025“ erschienen

Der Hamburger Fotograf Peter Neumann (YPS/Yacht Photo Service) präsentiert auf eindrucksvollen Fotos die Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee.

Teddy Rohde an Bord des ehemaligen Motorrettungsbootes WILHELMINE WIESE im historischen Rettungsschuppen der Seenotretter auf der DGzRS-Station Fedderwardersiel. Zur Seite: DGzRS verleiht Heinz-Wilhelm Rohde hohe Auszeichnung

Silberne Ehrennadel der Seenotretter für langjähriges Ehrenamt an Land

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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